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Mühlenkappe

 Kleine Mühlenkunde

 Mühle ohne Kappe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis 1948 war die Mühle in Betrieb, verfiel dann aber zusehens bis der Heimatverein Aschendorf-Hümmling e.V. im Mai 1964 die Mühle übernahm und die damals notwendigen Restaurierungsmaßnahmen durchführte. Nach nunmehr 38 Jahren befindet sich sowohl die bauliche Substanz als auch die mühlentechnische Einrichtung in einem schlechten Zustand. Damit wieder ein regelmäßiger Mühlenbetrieb ermöglicht werden kann, wird zur Zeit eine Restaurierung bzw. Instandsetzung dieses überregional bedeutenden Kulturdenkmals durchgeführt. Diese Arbeiten werden fachtechnisch begleitet durch den Mühlenbeauftragten der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e.V., Herrn Thorsten Scheweling. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten noch im August diesen Jahres abgeschlossen werden können. Im wesentlichen werden folgende Arbeiten durchgeführt:
  • Kappenerneuerung (Mühlenkopf, Mühlenhaupt) unter Verwendung des ursprünglichen Materials, insbesondere des ursprünglichen Dachstuhls,
  • Neuverschindelung der Kappe und des Achtkantes,
  • Erneuerung der Segelflügel,
  • Steerterneuerung
  • ebenso sind umfassende Innnenrenovierungen notwendig; hierzu gehören insbesondere die Fußböden, Mahlgänge, der Perlgang sowie die Sichteranlage (Mehlaussiebung).
Nachstehend noch einige technische Angaben zur Hilter Mühle:
  • Erdholländer,
  • Steertmühle,
  • schindelgedeckt mit Segelflügel,
  • Firsthöhe 12,50 m,
  • Flügelflucht 21,20 m,
  • die Mühle ist mit zwei Mahlgängen und einem Pellgang, der noch komplett vorhanden ist ausgestattet. Diese werden im Zuge der Renovierungsarbeiten wieder instandgesetzt um dann eine Benutzung zu ermöglichen. Hierzu gehört auch der Sichter.

Kleine Mühlenkunde

Blick in die Kappe mit Welle und Achsrad.Blick in die Kappe mit Welle und Achsrad.
Das Achsrad hat einen Durchmesser von 2,80 m und besitzt 62 Kämme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


MühlenkappeMühlenkappe

 

 

 

 

 

 

 

 


Achsrad
Achsrad
Nach dem Achsrad geht es weiter zu dem Bunkler.
Der Bunkler hat einen Durchmesser von 1,68 m und besitzt 38 Kämme.
Das Achsrad dreht den Bunkler und damit die ganze Mühle.

 

 

 

 

 

 

 

 


Tafelment mit Schleifkranz
Tafelment mit Schleifkranz
- eine Besonderheit der Hilter Mühle
Mit dem Schleifkranz und dem Rollenkranz kann die Mühlenkappe passend in den Wind  gedreht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 


RollenkranzRollenkranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Stirnrad mit KönigStirnrad mit König
Das Stirnrad hat einen Durchmesser von 2,90 m und besitzt 110 Kämme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Stirnrad mit KorbradStirnrad mit Korbrad
Das Korbrad für den Pellgang hat einen Durchmesser von 0,66 m und 18 Stöcke und die Korbräder für die Mahlgänge haben einen Durchmesser von 0,90 m und besitzen 28 Stöcke. Durch das Korbrad werden die Mahlgänge der Mühle angetrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 


LäufersteinLäuferstein
Der Läuferstein hat einen Durchmesser von 1,50 m
und eine Höhe von 0,40 m.
Hier wird das Korn zu Mehl gemahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


SichterSichter
Der Sichter besteht aus einer Trommel und einem Antrieb. Die Trommel ist schräg eingebaut und mit Seide bespannt. Die Maschenweite der Seide wird von der erzielenden Mehlqualität bestimmt. Der Sichter arbeitet mit 30 bis 40 Umdrehungen pro Minute. Der Sichter siebt das Mahlgut (= Mehl).

 

 

 

 

 

 

 


FremdantriebFremdantrieb
Während des Mühlensterbens wurden die Flügel nicht erneuert, statt dessen wurde ein Gasmotor neben der Mühle aufgestellt der ein Mahlwerk betrieb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Lager für den PellgangLager für den Pellgang
Neben Mehl und Schrot erzeugte die Mühle im Pellgang Graupen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wellkopf für die FlügelWellkopf für die Flügel (Hausrute und Feldrute)
Wellkopf aus Gusseisen für Hausrute und Feldrute

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Quelle: Ulrich Hanschke
 
Internet AG Lathen e.V.