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Ems-Zeitung vom 27.05.2004

Alles wie vor 200 Jahren: „Vom Korn zum Brot"

Hilter Mühle und Historischer Backspieker wieder in Betrieb

Hilter (fa)

Wie wurde vor 200 Jahren eigentlich Brot gebacken? An der Hilter Mühle und in Oberlangen gibt es die Antwort auf diese Frage. „Vom Korn zum Brot" heißt ein neues Angebot für Schulklassen und Gruppen.

Vertreter der Gemeinden Lathen und Oberlangen stellten das Konzept vor. An der Hilter Mühle wird selbst angebautes Getreide geerntet und gemahlen. Die zwei pensionierten Pädagogen Ulrich Hanschke und Helmut Vogelpohl haben sich zum Müller ausbilden lassen und können die historische Mühle bedienen. Die Gemeinde hätte auf dem Hilter Berg eigens eine Fläche angekauft, wo ein Getreidegarten entstanden sei, teilte Samtgemeindedirektor Karl-Heinz Weber mit. Hier könnten Kinder lernen, welche Getreidesorten im Emsland überhaupt wüchsen. „Dabei bezieht sich das Angebot nicht nur auf Schulklassen", betonte Weber. Auch für Vereine und Gruppen sei es „eine tolle Möglichkeit für eine kleine Zeitreise".

Die Mühle ist bereits vor zwei Jahren vom Eigentümer, dem Heimatverein Aschendorf-Hümmling, und der Gemeinde Lathen renoviert worden. Heute ist sie wieder voll funktionsfähig. „Jetzt kommt es darauf an, die Mühle und auch den Backspieker in Oberlangen wieder mit Leben zu füllen", so Weber weiter. Zum Backspieker nach Oberlangen geht es zur Verarbeitung des frisch gemahlenen Getreides. In dem 1778 erbauten Gebäude wird der Teig hergestellt und in einem Ofen gebacken, der sich im historischen Originalzustand befindet.

Das Programm dauert sechs bis acht Stunden.

Die Teilnahme kostet fünf Euro.

Das Angebot kann beim Haus des Gastes in Lathen (Tel.05933/6647) und beim Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) in Papenburg  (Tel.04961/97880) gebucht werden.

pdf.gif Prospekt Lernstandorte

Vom Brot zum Korn

 

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